Woche 02 – Tag 06: Demokratisches Produkt

Oktober 1, 2007

demokratieracket.jpg

Der demokratische Tennisschläger ist nur eine unter vielen Möglichkeiten, die Probleme der Demokratie anhand eines einfachen Beispiels visuell zu beschreiben. Gegen einen Einzelspieler mit EgoRacket (der handelsübliche Schläger), hat das zahlenüberlegene „Team Demokratie“ keine Chance. Zu träge und langsam werden Entscheidungen getroffen, Synchronisation funktioniert nur durch langes Training und ein hohes Maß an Toleranz. So braucht man Geduld, wenn der liebe Mitspieler einem mal wieder auf den Fuß tritt, oder sich selbstsüchtig, ohne vorige Absprache, mit einer Beckerrolle halsbrecherisch nach dem Ball hechtet. Nach dem Spiel sitzt der EgoRacketPlayer, zwar triumphierend, allerdings alleine, mit Notizblock und Mineralwasser am Tisch im Sportheim. Das Team Demokratie hingegen sitzt gemütlich beisammen bei einem Weizenbier, Füße hoch, Bauch raus, und hält noch ein lauwarmes Schwätzchen, humorvollst, über die schon längst zur Gewohnheit gewordene Niederlage…

Anmerkung: Für Managerseminare werden die DemokratieRackets zur Erprobung und Stärkung von Teamgeist gerne eingesetzt.

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4 Antworten to “Woche 02 – Tag 06: Demokratisches Produkt”

  1. flogge said

    „Ich verneine jegliche Regierungsform, in der das Wort des Tor gleich viel zählt, wie das Wort des Aristoteles.“ Zitat eines unbekannten Demokratiekritikers.

    Da geht ja dein Tennisschläger schon in die richtige Richtung. Also Demokratie sozusagen als Symbolbild für fehlgeleitete Entwicklungen, da die Masse meist doch nicht intelligenter ist als ein Gelehrter, der sich aber nicht immer durchsetzen kann. Beobachten kann man das ja sehr gut z.B. am Internet bzw. an Wikipedia und Konsorten. Also dann machst jetzt halt irgend nen Schwachsinn wie Blindenschrift für Gehörlose oder Allradantrieb für Schiffe. Da gibts sicher irgendwo ne Hitliste der größten Schwachsinnserfindungen, wie der erste Laptop, der sich nicht durchsetzen konnte, weil er einfach zu schwer war oder Windows Vista, das zu viel Rechenpower benötigt und und und.

  2. rali4ka said

    yee! räumliche koordination mit dem mitspieler fehlte beim tennis eigentlich schon immer! baff – 2 in 1! neues produkt, neue spielart! fürs nächste turnier schnell ich mich nach deutschland hin!…nur…ich reserviere jetzt schon einen linkshändler – nicht dass dann wieder ein problem der dominanz entsteht

    viel spass, managers! DAS wäre ne harte probe!

    gfällt mir sehr

  3. whatastupidname said

    Wenn die 2. Woche jetzt „Demokratisches Produkt“ heisst, dann am Anfang mal ne Anmerkung.

    -Was macht ein Produkt demokratisch ??

    * Illustriert es demokratische Prinzipien/Probleme (wie bei deinem Tennisschläger?) ODER

    * Funktioniert es nach demokratischen Prinzipien, d.h. gibt es der Mehrheit der Kunden das Recht über das zu bestimmen, was Ihnen vorgesetzt wird.

    Demokratisch wärs wohl auch wenn ein jeder Wunsch einer beliebigen Kundengruppe in einer Art Produkt-Parlament repräsentiert werden würde. Denkbar wäre also vielleicht eine Art Plattform in den man für seinen Favoriten „voten“ kann, so a la Big Brother. Wäre also ein Weg, die Jürgens und die Zlatkos unter den Produkten ans Tageslicht der Konsumierbarkeit zu bringen, und damit wohl auch die beste Darstellung der Problematik dieses Verfahrens.

    Ist zumindest das, was mir mal als Grundsätzliches zum Wochenbeginn einfällt. Bring it on!

  4. snabbhavreflingor said

    sehr philosophisches Produkt…aber vielleicht solltest du diese Woche ein wirklich demokratisches Produkt entwerfen

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