Week 04 – Competition for a Competition

Oktober 15, 2007

wettbewerb.jpg

Design the Ultimate Competition.
Gestalte den ultimativen Wettwerb.

Free yourself from usual constraints, create an environment to stimulate your creativity and take pleasure in your unlimited indulgence of beauty. You decide about Jury, Theme, Prizes, general conditions. Application deadline: Friday, 19th of October 2007, 9:00 AM. Where to? On this blog, under comments, text only please. First Prize is a surprise.

Befreie dich von den Zwängen des Standards, schaffe ein Umfeld in dem dein kreatives Potential auf einem Nährboden von Ahhh zur prachtvollen Lotusblüte der Geilheit heranreift. Du entscheidest über Jury, Thema, Preisgeld, Rahmenbedingungen. Annahmeschluss: Freitag, 19. Oktober 2007, 9:00 Uhr. Wo einreichen: Auf diesem Blog, unter Kommentare, nur in Textform. Der erste Preis ist eine Überraschung.

 

Aufschlüsselung der wichtigsten Aspekte zur Gestaltung eines Wettbewerbs:

 

1.Thema:

 

Wenn das Thema eines Wettbewerbs sehr offen für Interpretationen gestellt ist, dann weil das Unternehmen hinter der Veranstaltung die grobe Richtung bereits durch das eigene Produktangebot vorgibt. „Verführen Sie uns mit Ihrer ganz persönlichen Vorstellung vom…“, „Überraschen Sie uns mit innovativen Ansätzen…“, „Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und…“  blablabla. Wettbewerbe werden in der Regel immer veranstaltet, um Meinungen und Perspektiven von Außenstehenden zu erhalten, um somit neue Anregungen für die Schaffung möglicher neuer Ansätze innerhalb einer Firma zu erhalten und bestenfalls in Produktion zu geben. Ebenso sind sie Propagandazwecken dienlich und verheißen dem Veranstalter für einen recht geringen Kapitalaufwand großes Ideenangebot. Die Auslobung EURES Wettbewerbs kann Bezug auf reale oder fiktive Firmen nehmen, völlig „autark“ stattfinden oder unter der Schirmherrschaft eines Verbandes, einer Interessengemeinschaft, einer Gang, einer terroristischen Gruppe o.ä. sich einer Aufgabenstellung nähern.

 

2. Ziel

 

Der Wettbewerb muss darauf abzielen, eine GESTALTERISCHE Leistung mit einem Sach- oder Geldpreis zu entlohnen. Gestaltet werden kann, im Grunde genommen, alles. Es gibt keine Verbote, so könnt ihr z.B. die menschenrechtliche Ebene selbst bestimmen.

 

3. Regeln

 

Die Regeln für euren Wettbewerb sollten grob erläutert werden. Mögliche Anforderungen an die Teilnehmer z.B. bezüglich Herkunft, Konfession, schulischer Bildung, Alter, Geschlecht, Einkommen, etc. sollten festgelegt werden. Es gibt, wie gesagt, keine rechtlichen Einschränkungen, der Wettbewerb kann also z..B. einen rassistischen bzw. menschenunwürdigen Hintergrund haben. Der Wettbewerb muß allerdings „Sinn machen“, d.h. ein Bedürfnis muss vorhanden sein, ein konkreter Mehrwert für eine bestimmte Gruppe sollte daraus resultieren. Die Form der einzureichenden Dinge muß genau festgelegt werden. Auch hier könnt ihr euch leiten lassen vom Thema eures Wettbewerbs. Es muss ja nicht immer A1 auf 120 g matt sein…

 

4. Jury

 

Eine Jury für den Wettbewerb muß festgelegt werden. Die Mitglieder der Jury können, müssen aber nicht reale Menschen sein. Bei fiktiven Jurymitgliedern sollten Personenbeschreibungen jedes Einzelnen vorliegen. Bestenfalls mit Lebenslauf. Je nach dem wie sehr ihr auch da reinsteigert…

 

5. Sach/Geldpreis

 

Die von euch festgelegt Preissumme sollte über die Zahl hinaus einen symbolischen Wert haben. Eine hohe Summe könnte so z.B. für einen hohen Arbeitsaufwand, genauso gut aber für eine Extremposition, ähnlich einem Kopfgeld, angesetzt werden, etc.

 

6. Ablauf

 

Der Ablauf eures Wettbewerbs muss klar definiert sein. Einreichung, Auswahl, Preisverleihung, die Daten sollten festgelegt werden. Über die Dauer bestimmt ihr selbst. (z.B.: Weltrekord: der erste 5-Jahres Wettbewerb über 28 Runden?)

 

7. Verbote

 

Nicht erlaubt sind scherzhafte Annäherungen an das Thema. Die gesellschaftliche und politische Relevanz steht im Vordergrund. Dies schließt nicht aus, das ein Wettbewerb entsteht, der Menschen zum schmunzeln bringt. Eine Problemstellung muss mit nachvollziehbaren Argumenten und bestenfalls wissenschaftlichen Fakten hinterleuchtet werden. Es ist jedoch untersagt, z.B. Entwürfe für einen Eisbärenpark in der Sahara, oder Konzepte für die sichere Bereitstellung von Alkohol im Kindergarten oder ähnlichen Müll auszuloben. Bleibt kreativ, aber bleibt ernst.

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2 Antworten to “Week 04 – Competition for a Competition”

  1. whatastupidname said

    Hier meine Einreichung. Mehr gibt die Zeit nicht her.

    Titel:
    BLANK – Schaffen einer ästhetischen Leerstelle

    Thema:
    Gestaltung einer Nichtgestaltung.
    Alles ist Design, wie es so schön heißt. Produktgebundene Gestaltungen akkumulieren sich jedoch und werden inflationär. Irgendwann hört sich das Auge satt, ist die Ohrmuschel voll. Ästhetische Reize können beim Rezipienten nicht mehr den gewünschten Effekt erzielen. Beisp.: Nach zweimaligem Königsstr. rauf-und runterlaufen braucht man irgendeine regressiv-orale Stimulation, meistens in Form von Kaffee oder Burger. Die ästhetische Leerstelle hat zur Aufgabe, den Bürger möglichst lang empfänglich zu halten, und ihn deshalb aus psychologischen Gründen von den Reizen des Design temporär fernzuhalten.
    Wichtig: Zielt nicht darauf ab, etwas vom privaten in den öffentlichen Raum zu transportieren. Also keine Wohnzimmer auf Einkaufspassagen. Keine häusliche Gemütlichkeit als Oase. Vielmehr eine gestalterische Anonymität für Jedermann.

    Ziele:
    1.Rückzugsmöglichkeit aus audiovisuellem Überfluß
    2.„Reset“ des für Reize empfänglichen Wesens, sprich: Mensch, sprich: Käufer

    Ort: Park beim alten Schloss
    Veranstalter: Gewerbering Stadt Stuttgart

    Kriterien:
    Schaffen des Spagats zwischen Gestaltung und Nichtgestaltung. Gelungenheit der Anonymität im Entwurf. Vermeidung des dadurch naheliegenden „Hässlichen“. Finden einer beinahe archetypischen, elementaren Formsprache, die als neutral bezeichnet werden kann.

    Ablauf: Einreichungen vom 1.1.2008 Bis zum Erscheinen der ersten Weihnachtsartikel in den Regalen der Supermärkte, also ca. Ende August. Bis zum 24.12. wird dann ein Gewinner festgelegt.
    Preisverleihung am 3.Weihnachtsfeiertag

    Adressanten: Architekten, Stadtplaner, Designer, Künstler
    Form des Einzureichenden Entwurfs: CAD oder sonstwie gängiges Format im Städtebau. (Blaupausen, verschiedene Schnitte auf Millimeterpapier, usw. )

    Jury: Repräsentanter Einkaufsstraßen-Querschnitt. 7 Personen. 3 weitere aus den Rängen der Stadt-Verwaltung. Axel Schindlbeck.

    Preis: Ferien-Jurte in der Wüste Gobi, 20000Eus

  2. lennilensen said

    Hallo Aggl.
    Mein Vorschlag geht offensichtlich an der Zielsetzung (siehe Punkt 2 der Ausschreibung) Deines Wettbewerbs vorbei. Außerdem ist es keine Neuschaffung eines Wettbewerbs, sondern die Reformierung eines bereits bestehenden. Egal, ich stelle ihn hier trotzdem rein, quasi außer Konkurrenz.

    Rettet die Fußball-WM

    Die Fußball-WM, der weltweit wohl bekannteste Wettbewerb, hat ihren Reiz verloren. Schuld ist die FIFA, die durch ihren Spielplan Spitzenspiele verhindert und jegliche Spannung im Keim erstickt. Doch kein Grund zu verzweifeln – es gibt eine Lösung.

    Im Jahr 1998 trug der Fußball-Weltverband FIFA die Endrunde der Weltmeisterschaft mit 32 Nationalmannschaften aus. Seitdem macht sich Langeweile breit. Nicht nur, dass es bei WMs seither von semiprofessionellen Außenseitern nur so wimmelt, schlimmer noch: In der Gruppenphase spielen auch noch je zwei favorisierte Teams gegen zwei in der Regel unterlegene „Underdogs“.
    Durch diesen Spielmodus kommt es zu einer erschreckend geringen Zahl an Spitzenspielen. Dass die drei Endspiele seit 1998 nur von insgesamt vier verschiedenen Teams erreicht wurden, mag man noch verschmerzen können. Jedoch standen sich in den insgesamt 144 Vorrundenspielen der letzten drei Turniere nur fünfmal solche Mannschaften gegenüber, die zumindest einmal im Halbfinale einer Weltmeisterschaft standen.
    Das heißt: 139mal Ukraine gegen Saudi-Arabien, Österreich gegen Chile, Not gegen Elend – Langeweile pur.

    Das ist nicht nur für die Fans der „Großen“ schade, sondern auch für diejenigen Fußballfans, die naturgemäß zu den „bunten Exoten“ halten. Gerade hat man bei e-bay ein günstiges Trinidad&Tobago-Trikot gefunden, dann ist die Vorrunde auch schon wieder vorbei – „Tn’T“ fährt nach Hause und kommt auch nicht mehr wieder, denn bei der nächsten WM dürfen mal die Bahamas ran.
    Noch schlimmer wird es, wenn die Favoriten – wie 2002 geschehen – größtenteils schon in der Vorrunde scheitern. Dann schafft es ein Team wie Rudi Völlers Rumpeltruppe mit glorreichen 1:0-Zittersiegen gegen Giganten wie Paraguay und USA ins Finale, die Türkei wird Dritter, Südkorea landet auf der Vier und alle Welt gähnt sich eine Kieferstarre.

    Der WM-Modus stinkt – doch die Lösung ist nah

    Auch dem unbedarftesten Laien wird an dieser Stelle klar geworden sein: Der derzeit praktizierte Modus stinkt und gehört geändert. Es müssen mehr „Knaller“ in der Vorrunde steigen – Favoriten und Exoten müssen gleichermaßen lange im Turnier bleiben.
    Die Lösung? Man verteilt 16 favorisierte Teams auf die Gruppen A bis D, die schwächeren Teams und die WM-Neulinge auf die restlichen vier Gruppen. Der Fußball-Liebhaber bekommt dadurch schon in der Vorrunde massig Spitzenspiele zu sehen – Frauen und Studenten dürfen sich über viele bunte Exoten freuen, die auch noch ab und zu gewinnen und ins Achtelfinale einziehen.

    Gerechtigkeit für Teams und Zuschauer

    Weil aber trotzdem niemand Angola in einem Halbfinale sehen will, treten die erfolgreichsten Mannschaften der ersten vier Gruppen ab der zweiten Runde gegen die qualifizierten Teams aus den Gruppen E-H an. Einerseits wird so gewährleistet, dass die stärksten Equipen den Titel unter sich ausspielen, andererseits kann ein „Underdog“ mit einem Überraschungssieg zumindest bis ins Viertelfinale kommen.
    Wer’s nicht glaubt, der kann es selbst überprüfen: einfach 32 Teams für eine WM nominieren und wie oben beschrieben auf die acht Vorrunden-Gruppen verteilen. Als Maßstab zur Einstufung der Mannschaften kann z.B. die „Ewige WM-Tabelle“ (http://www.fussball-wm-total.de/History/ewig-tbl.html) dienen. Es wird sich zeigen: Knaller in der Vorrunde, bunte Trikots im Achtelfinale und trotzdem gewinnt am Ende, so Gary Lineker will, immer Deutschland.

    Anmerkung:
    Die hier geschilderte Idee entstammt nicht völlig der Phantasie des Autors, sondern geht zurück auf einen – nicht ganz ernst gemeinten – Artikel aus der Süddeutschen, der während der WM 2006 erschien. Allerdings wies der damals vorgeschlagene Modus Schwächen auf, die der Autor ausgemerzt zu haben glaubt.
    Dem aufmerksamen Leser wird ferner nicht entgangen sein, dass der Fußball-Weltmeister nicht von einer Jury gekürt werden kann. Ablauf des Turniers, dessen Regelung sowie der zu gewinnende Preis setzt der Autor als bekannt voraus.

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