Demokratie ist Toleranz ist Volk ist Mitbestimmung. So findet man z.B. Partizipatorische Ansätze bei Gestaltung, vor allem in modularen Systemen. Anhand eines Grundrasters wirkt der Endverbraucher am Gestaltungsprozess mit, muss sich allerdings an ein vorgegebenes System halten. Beispiele hierzu: Möbelsysteme, Freitag-Taschen, NikeID, etc.. Die Vorspiegelung eines pseudo-individuellen Lebensstils sowie die Schaffung von Idolen führt jedoch zwangsläufig zu einer Unterwerfung unter das Modediktat und Gleichschaltung. Demokratie ist Volksentscheid. Wäre die Produktwelt und das Kaufverhalten – ein sehr egoistischer Akt – ausschliesslich von Volksentscheiden geprägt, wären dann auch begehrenswerte Objekte, da rein subjektiv und absolut irrational eine „Sehnsucht“ nach einem Produkt ensteht, vollkommen unwichtig? Bedeutet demokratisches Design ein Verlust an subjektivem Empfinden ggü den Gegenständen und absolute Toleranz bzw. das Heraufbeschwören objektiv gesehen nicht begehrenswerter Dinge? War DDR-Design letztendlich mehr Demokratie als unsere heutige Produktreiche Welt? Ist das subjektive Empfinden gesteuert von Diktatur? Design ist im Grunde genommen im höchsten Maße undemokratisch. Oder? Design ist Produktfaschismus, es zielt immer auf ein universell vollkommen perfektes und begehrenswertes Übergeordnetes ab (Wer hat noch keinen iPod…?). Sozusagen der Führerkult der Objekte. Gibt es so etwas wie Demokratie im Design überhaupt?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: