Die moderne Industriegesellschaft ist durch Wertewandel, Auflösung der Familien- und Ehetradition, Konkurrenzkampf und eine weit fortgeschrittene Individualisierung gekennzeichnet. Das traditionelle Modell der Kleinfamilie, der festgeschriebenen Geschlechterrollen, der stabilen sozialen Beziehungen und Sicherheiten ist brüchig geworden. Freiheit, Egoismus, Selbstverwirklichung, Emanzipation, aber auch hoher Druck, Koks, Burnout-Syndrom sowie die neueste Form soziologischer Phänomene, erstmals aufgetreten in Japan, Hikikomori. Die Betroffenen verweigern sich der Leistungsgesellschaft, ziehen sich zurück in die Isolation. Japan ist ein Extrembeispiel für die Kontraste innerhalb der modernen Arbeitswelt. Kaum ein anderes Land besticht dermaßen durch die materiell gewordene Sehnsucht nach Ausgleich und Ausbruch in Form von Dingen wie Mangas, Tamagotchis, Videospiele, Cosplay, Karaoke, Chindogu etc. Gleichzeitig besitzen die Japaner ein sehr hohes Ästhetikempfinden und setzten hier in vielerlei Hinsicht Maßstäbe. Die japanische Kultur mystifiziert sich nach unserem Empfinden selbst durch sehr traditionalistische als auch extrem futuristische Merkmale. In der Woche 03 gehts es um die Auseinandersetzung mit dem Thema Leistungsgesellschaft ansich, mit einem Fokus auf die japanische Kultur.

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